Projekt - "Angst" vom Juli bis Dezember

 

Welche Momente haben Angst ausgelöst? Welche Ängste existieren bis heute? Welche werden in Zukunft erhalten bleiben?

 

Zwischen Juli und Dezember 2016 wurde zu dem Thema „Angst“ ein Theater und Film aufgeführt, welche sich beide darum drehten, wie es den Geflüchteten auf der Flucht und danach in Deutschland ergeht.

Die Proben sowie Aufführungen des Theaters und Filmes fanden im Kleist Forum statt. Die Recherche für das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Akteuren durchgeführt. Die Vorstellungen konnten kostenlos besucht werden und waren fünf Mal nach der Premiere zu sehen. Schulvorstellungen fanden am Vormittag statt. Die Thematik „Angst“ stand hier im Fokus und zeigte, aus welcher Motivation die Asylsuchenden die Flucht antraten, welche Schicksale damit zusammenhingen, wie die Flucht verlaufen ist und wie es ihnen nach der Ankunft in Deutschland erging. Entlang der Fragen und Biografien der geflüchteten Menschen wurde etwas über das Zusammenleben auf dieser Welt und die Unbarmherzigkeit des Krieges erzählt und die Thematik final in Frankfurt (Oder) kontextualisiert.

Nach dem Theaterstück wurde zur selben Thematik ein Film produziert, welcher auf Doppel-DVD 1000 Mal gepresst und kostenfrei an Bürgerinnen und Bürgern verteilt wurde. Auf der DVD befindet sich nicht nur der Film, sondern auch eine Aufzeichnung des Theaterstücks. Der Film wurde vordergründig in Frankfurt (Oder) gedreht und im Kleist Forum sowie an anderen Orten mittels mit einer mobilen Leinwand öffentlich gemacht. Diese Leinwand tourte durch die Stadtteile und wurde mit lokalen Partnern realisiert, um Menschen zu erreichen. Im Film wird dargestellt, dass die Flucht nach Deutschland zumeist aufgrund lebensbedrohlicher Situationen erfolgt. Darüber hinaus kämpft er gegen Vorurteile an und gibt lokalen Initiativen eine Stimme.

Das Theater auf der Bühne sowie den Film auf der Leinwand haben sechs Flüchtlinge, welche in Frankfurt (Oder) wohnhaft sind, produziert. Ihnen wurde mittels künstlerischer Verfahren eine Stimme gegeben, um gemeinsam ein Anliegen zu formulieren und dieses den Frankfurter Bürgerinnen sowie Bürgern zu präsentieren. Über die Biografien hinaus wurde eine Aussage über die weltpolitische Situation getroffen und über ein gelingendes Zusammenleben in Frankfurt (Oder) reflektiert.

Durchgeführt und konzipiert wurde das Projekt vom Verein Kulturmanufaktur Impuls e.V. Die Regie für den Film sowie des Theaterstücks führte Hannes Langer. Kooperationspartner war hier das Kleist Forum, welches die Räumlichkeiten für die Proben und Aufführungen sowie die Werkstätten für die Herstellung des Bühnenbildes und die Ausstattung der Produktion zur Verfügung stellte und sich für die Veranstaltung über Werbemedien bewarb. Der Verein „Vielfalt statt Einfalt“ stellte den Kontakt zu den Geflüchteten her und beriet das Produktionsteam inhaltlich. Auch durch den Anteil der Ehrenamtlichen wurden die Veranstaltungen ein voller Erfolg. Gefördert wurde das Vorhaben vom Initiativ- und Aktionsfonds, welches im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ – lokale Partnerschaft für Demokratie in Frankfurt (Oder) – zuständig ist.

Es entstand ein Material, mit welchem Schulen, Bildungseinrichtungen, Projektpartner sowie lokale Initiativen heute sowie in den kommenden Jahren weiterarbeiten können.

Das Projekt „Angst“ wurde mit Mitteln des Quartiersfonds unterstützt.

 

Das Programm Soziale Stadt wird aus Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und der Stadt Frankfurt (Oder) gefördert.