UNITHEA vom 06. bis 09.06.2016

UNITHEA

„Revolution is coming“ - Mit diesem unzweideutigen Slogan bewarb das deutsch-polnische Theaterfestival Unithea seine diesjährige und insgesamt bereits 19. Auflage. An zahlreichen öffentlichen Orten in Słubice und Frankfurt (Oder) wurden Kulturinteressierte durch zahlreich angebrachte Plakate auf das Festival aufmerksam gemacht. Mit Che-Guevara-Mütze, Guy-Fawkes-Maske und einem auf die Betrachtenden  gerichteten Zeigefinger wurde die Dynamik des Programms angedeutet.

Thematisiert wurde jedoch nicht nur die gesellschaftlich-politische Revolution, sondern auch die großen und kleinen Umbrüche der privaten und künstlerischen Sphäre.

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Insgesamt neun Theaterstücke wurden während der Festivalwoche aufgeführt, wobei lediglich die drei Hauptstücke Eintrittsgeld in Höhe von 3,50 € kosteten. Da es sich bei Unithea um ein nicht-kommerzielles Festival handelt, lag es den Organisatorinnen und Organisatoren sowie allen Beteiligten am Herzen , möglichst viele Menschen zu erreichen – darunter auch solche, die bis dato keine besondere Verbindung zum Theater hatten – und nicht darum, Gewinne zu erzielen. Daher wurde zudem ein Festival-Pass für moderate fünf Euro angeboten. Darüber hinaus erhielten Asylbewerberinnen und -bewerber freien Eintritt.

UNITHEA2Ein Höhepunkt des diesjährigen Festivals war eine Mischung aus Theater, Kino und Malerei im Audimax der Europa-Universität Viadrina, bei dem die Darstellerinnen und Darsteller auf dem Boden liegend gefilmt und das Ergebnis auf eine Leinwand projiziert wurde, wodurch ein spektakuläres und mitreißendes Schauspiel entstand, das bei den Besucherinnen und Besuchern großen Anklang fand.

Neben den neun Inszenierungen fanden die engagierten Kunstschaffenden - größtenteils Studierende - zudem Zeit und Muse für Konzerte, Workshops und Performances.

So fand etwa am 09.06. ein Siebdruck-Workshop statt, bei dem Laien erste Erfahrungen mit der Technik machen und selbst einige Drucke herstellen konnten.

Unithea ist mittlerweile eine echte Attraktion in der Oder-Region. Für das Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen im nächsten Jahr werden sich die Beteiligten sicher etwas Besonderes einfallen lassen…man darf gespannt sein!

Der  Siebdruck-Workshop wurde mit Mitteln aus dem Quartiersfonds finanziert


 

 

Das Programm Soziale Stadt wird aus Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und der Stadt Frankfurt (Oder) gefördert.